Oftmals unentbehrlich: die Sicherungskarte

Vom Gedanken her ganz einfach: Man möchte eine Schlüsselkopie herstellen lassen, also geht man zum Schlüsseldienst. Aber ganz so einfach ist es in der Realität nicht immer. Bei vielen Schlüsseln wird zum Nachmachen eine Sicherungskarte benötigt, mit der der Vermieter oder die Hausverwaltung den Schlüssel über einen Fachhändler oder direkt beim Hersteller bestellen müssen.

 

Definition: Sicherungskarte

Wenn man ein Sicherheitsschloss kauft, erhält man eine Sicherungskarte im Scheckkartenformat dazu, die einem die Garantie gibt, dass nur man selbst den Schlüssel dazu nachmachen lassen kann – oder eine Person, der man diese Karte ausgehändigt hat. Somit weiß man, dass ansonsten niemand den Schlüssel nachmachen und unberechtigte Kopien herstellen kann.

Diese Gewissheit, dass keine Kopien angefertigt werden können, ist auch im folgenden Fall gut für das eigene Sicherheitsgefühl: Wer seinen Schlüssel verliehen oder verloren hat, weiß nach der Rückgabe ebenfalls, dass es auch weiterhin keine zusätzlichen Kopien davon gibt. Hierfür hätte die Sicherungskarte mit weitergegeben bzw. verloren werden müssen.

 

So profitieren Vermieter von der Sicherungskarte

Zwar ist davon auszugehen, dass ein Vermieter bei der Wahl seiner neuen Mieter darauf achtet, dass diese einen vertrauenswürdigen Eindruck machen, aber einhundertprozentige Sicherheit kann man nicht haben. Und selbst, wenn jemand noch so vertrauenswürdig ist, so ist auch er nicht davor gefeit, einmal den Schlüssel zu verlieren. Auch ein Mieter nicht. Sollte dieser also einmal den Schlüssel verlieren, so kann auch niemand den Schlüssel Ihrer Mietsache unbefugt nachmachen, weil dafür die Sicherungskarte fehlt.

Was dazu kommt: Bei allem Vertrauen fühlt man sich als Vermieter dennoch besser, wenn man ein Stück weit die Kontrolle über seine Mietsache behalten kann. Das ermöglicht die Sicherungskarte. Kein Mieter kann ohne Sicherungskarte ungefragt Schlüsselkopien anfertigen lassen – ein gutes Gefühl.

 

Wie Mieter einen Schlüssel nachmachen lassen können

Auch, wenn es ohne Sicherungskarte zunächst einmal nicht möglich ist, können Mieter natürlich auch den berechtigten Wunsch haben, einen Schlüssel nachmachen zu lassen. Vielleicht haben nicht alle in der Familie einen Schlüssel, vielleicht soll einer weitergegeben werden – z.B. an Nachbarn oder eine regelmäßig im Haus arbeitende Reinigungskraft. Bei aller Berechtigung benötigt es aber dennoch die Sicherungskarte.

Ob man nun Mieter von privatem Wohnraum ist oder es um ein Firmengebäude geht: Das Prozedere ist zunächst erst einmal das gleiche. Da die Sicherungskarte beim Vermieter oder bei der Hausverwaltung liegt, muss ein Schlüssel vom Mieter dort in Auftrag gegeben werden. Mit der Sicherungskarte wird – wie oben erwähnt – über einen Fachhändler oder direkt beim Hersteller die Kopie angefertigt, die der Mieter anschließend ausgehändigt bekommt.

 

Wenn die Sicherungskarte verlorengeht

Ist nicht der Schlüssel, sondern die Sicherungskarte selbst abhandengekommen, so muss man sich beim Schlüsselhändler oder beim Hersteller um eine Ersatzkarte kümmern. Diese erhält man natürlich nicht einfach so, sondern nur durch die Abgabe einer eidesstattlichen Erklärung. Mit dieser ist es möglich, an einen Ersatz für die Sicherungskarte zu kommen.

 

Es geht auch ohne Sicherungskarte

Richtig auf der sicheren Seite – und das ganz ohne Sicherungskarte – sind Sie mit einer digitalen Schließanlage. Profitieren Sie beispielsweise vom System 3060 von SimonsVoss. Schlüssel im eigentlichen Sinne erhalten Sie hier keine, sondern digitale Schließmedien wie Transponder. Von diesen können keine Kopien angefertigt werden, daher benötigen Sie auch keine Sicherungskarte. Für jeden Transponder können ganz individuell die Zutrittsrechte vergeben werden – mit nur wenigen Mausklicks. Und wenn sich etwas ändert, können Zutrittsrechte natürlich auch verändert oder wieder entzogen werden, ohne dass eine Sicherungskarte dafür benötigt würde. Sollte einmal ein digitales Schließmedium verloren gehen, kann es ebenfalls mit wenigen Mausklicks gesperrt werden.