3-Faktoren-Modell

 

Das Drei-Faktoren-Modell beschreibt drei unterschiedliche Kategorien zur Authentifizierung: Wissen, Besitz und biometrische Merkmale. Je mehr dieser Faktoren kombiniert werden, desto sicherer ist der Zugriffsschutz.

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Inhalt:

▶ Was ist das Drei-Faktoren-Modell?

Das Drei-Faktoren-Modell ist ein bewährtes Konzept zur Authentifizierung von Personen. Es wird in sicherheitskritischen Bereichen eingesetzt, um Zugriffsrechte eindeutig zuzuweisen. Dabei basiert das Modell auf drei voneinander unabhängigen Kategorien:

  • : : Wissen (z.B. Passwort, PIN)
  • : : Besitz (z.B. Schlüsselkarte, Token)
  • : : Sein (z.B. Fingerabdruck, Gesichtserkennung)
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  • Je mehr dieser Faktoren bei einem Authentifizierungsprozess kombiniert werden, desto schwieriger wird es für unberechtigte Personen, sich Zugang zu verschaffen.
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Multifaktorauthentifizierung


▶ Die drei Authentifizierungsfaktoren im Überblick

1. Wissen – „Etwas, das Sie wissen.“

Hierbei handelt es sich um geheimes Wissen, wie ein Passwort oder eine PIN. Dieser Faktor ist weit verbreitet, aber allein nicht ausreichend sicher.

2. Besitz – „Etwas, das Sie besitzen.“

Ein klassischer Sicherheitsfaktor: Chipkarten, Smartphones oder Transponder dienen als Identitätsnachweis. Geht das Gerät verloren, ist der Schutz gefährdet.

3. Sein – „Etwas, das Sie sind.“

Biometrische Merkmale wie Fingerabdruck oder Iris-Scan sind eindeutig einer Person zugeordnet und besonders schwer zu fälschen.

 

Definition: Drei-Faktoren-Modell

Das Drei-Faktoren-Modell beschreibt drei unabhängige Kategorien zur Authentifizierung von Personen: Wissen, Besitz und biometrische Merkmale. Die Kombination mehrerer Faktoren erhöht die Sicherheit gegenüber Einzelfaktor-Lösungen.


▶ Warum ist Mehrfaktor-Authentifizierung sicherer?

Ein Sicherheitsfaktor allein bietet in der Regel nur begrenzten Schutz. Ein Passwort kann durch Phishing oder Brute-Force-Angriffe kompromittiert werden, ein physischer Token kann verloren oder gestohlen werden, und auch biometrische Daten sind nicht völlig fälschungssicher. Die Kombination mehrerer Authentifizierungsfaktoren gleicht diese Schwächen aus und erschwert unbefugten Zugriff erheblich.

Ein typisches Beispiel: Selbst wenn ein Angreifer im Besitz eines gestohlenen Tokens ist, kann er ohne die zugehörige PIN oder den passenden Fingerabdruck keinen Zugang erhalten. Diese Schutzschichten erhöhen die Sicherheit signifikant und machen gezielte Angriffe auf eine einzelne Schwachstelle weitgehend wirkungslos.

Vorteile der Mehrfaktor-Authentifizierung auf einen Blick:

  • : :  Erhöhte Sicherheit: Kombinierte Faktoren bieten effektiven Schutz vor gängigen Angriffsszenarien.
  • : :  Besserer Datenschutz: Besonders sensible Daten sind zuverlässig geschützt.
  • : :  Rechtssicherheit: Erfüllung regulatorischer Vorgaben wie DSGVO oder BSI-Richtlinien.
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▶ Anwendung in der Praxis

Das Drei-Faktoren-Modell ist längst kein rein theoretisches Konzept mehr, sondern wird in zahlreichen Branchen aktiv genutzt. Besonders dort, wo sensible Daten geschützt oder kritische Infrastrukturen abgesichert werden müssen, kommt es regelmäßig zum Einsatz.

Typische Einsatzbereiche:

  • : :  Unternehmen: Zugang zu Hochsicherheitszonen wie Serverräumen oder Laborbereichen.
  • : :  Finanzwesen: Online-Banking per Zwei- oder Drei-Faktor-Authentifizierung (z. B. PIN, TAN, biometrischer Login).
  • : :  Gesundheitssektor: Zugriff auf elektronische Patientenakten oder Medizingeräte mit personenbezogenen Daten.
  • : :  Regierungsstellen: Einsatz bei E-Government-Portalen und Grenzschutzanwendungen.
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Je nach Risikoprofil wird die Anzahl der eingesetzten Faktoren angepasst. Dabei kommt es nicht nur auf die Anzahl, sondern auch auf die Qualität und Unabhängigkeit der Faktoren an.

 

Drei-Faktoren-Modell


▶ Herausforderungen und Grenzen

So wirkungsvoll das Drei-Faktoren-Modell in puncto Sicherheit ist, es bringt auch Herausforderungen mit sich. Ein zentrales Thema ist die Benutzerfreundlichkeit. Wenn Authentifizierungsprozesse zu kompliziert oder zeitaufwendig sind, sinkt die Akzeptanz bei den Nutzern im Arbeitsalltag. Deshalb ist es wichtig, Sicherheitsniveau und Alltagstauglichkeit in ein sinnvolles Verhältnis zu setzen.

Auch technische und rechtliche Aspekte spielen eine Rolle:

  • : :  Technische Komplexität: Die Implementierung erfordert eine durchdachte Systemarchitektur.
  • : :  Kosten: Die Einführung biometrischer Verfahren oder sicherer Hardware kann mit Investitionen verbunden sein.
  • : :  Datenschutz: Besonders bei biometrischen Daten gelten strenge gesetzliche Anforderungen, etwa zur Speicherung und Verarbeitung.
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Ein erfolgreiches Sicherheitskonzept berücksichtigt daher nicht nur technische Machbarkeit, sondern auch rechtliche Rahmenbedingungen und das Verhalten der Nutzer. Besonders einfach lässt sich die Mehrfaktoren-Authentifizierung mit digitaler Zutrittskontrolle kombinieren.

 

▶ Kombination mit digitalen Schließsystemen

Digitale Schließsysteme bieten heute weit mehr als nur schlüssellosen Zugang. In modernen Zutrittslösungen lassen sich alle drei Faktoren des Drei-Faktoren-Modells flexibel kombinieren. So kann beispielsweise ein Mitarbeitender nur dann einen sensiblen Bereich betreten, wenn er im Besitz eines digitalen Transponders ist, zusätzlich einen persönlichen PIN-Code eingibt und sich über einen Fingerabdruckscanner authentifiziert.

Beispiele für kombinierte Authentifizierung in der Praxis:

  1. Zugang zu Laboren mit Transponder (Besitz) + Fingerabdruck (Sein)
  2. Zutritt zu Hochsicherheitszonen mit Smartphone (Besitz) + App-Code (Wissen) + Gesichtserkennung (Sein)
  3. Verwaltungsschnittstellen nur erreichbar mit Smartcard (Besitz) + PIN (Wissen)

Die Systeme von SimonsVoss unterstützen diese Szenarien in einer skalierbaren Infrastruktur, sei es für kleine Unternehmen oder komplexe Großanlagen. Die Authentifizierungsfaktoren bei elektronischen Türschlössern können je nach Nutzerrolle und Sicherheitsstufe konfiguriert werden. Lediglich Fingerabdruckscanner sind nicht im Sortiment.

 

▶ Sicherheit durch Faktorvielfalt

In einer zunehmend vernetzten Welt, in der Daten und physische Zugänge gleichermaßen geschützt werden müssen, bietet das Drei-Faktoren-Modell einen strukturierten und wirkungsvollen Ansatz zur Authentifizierung. Durch die Kombination von Wissen, Besitz und biometrischen Merkmalen entsteht ein mehrschichtiger Schutzmechanismus, der weit über traditionelle Einzelfaktorverfahren hinausgeht.

Für Unternehmen und Institutionen lohnt es sich, bei sensiblen Anwendungen auf mehrstufige Authentifizierung zu setzen, insbesondere, wenn digitale Schließsysteme und IT-Infrastrukturen eng miteinander verzahnt sind.




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