Brandmeldeanlage und digitale Schließtechnik – die perfekte Lösung im Brandfall

Wenn in einem Gebäude ein Brand entsteht, kommt es auf jede Sekunde an. Je eher Feuer und Rauch entdeckt, lokalisiert und gemeldet werden, desto schneller können die Reaktionen erfolgen, Menschen evakuiert, Brandbekämpfung gestartet und Sachschäden eingegrenzt werden. Arbeitet eine Brandmeldeanlage nur in Funktion mit mechanischen Sicherheitskomponenten kann das unter Umständen (zu) viel Zeit kosten. Digital unterstützte Brandmeldetechnik reagiert in Sekundenbruchteilen und öffnet beispielsweise Türen zentral und sofort.

 

Die bei Feuer durch eine Brandmeldeanlage und Brandmeldezentrale als wichtigster Baustein ausgelöste Kettenreaktion ist entscheidend für das Vermeiden von Personen- und Sachschäden. Auf die Meldung folgt der Alarm, dann setzt das System Löschanlagen, Sprinkler, Rauchabzugsanlagen etc. in Gang. Zeitgleich verteilt die Brandmeldezentrale die notwendigen Informationen an alle wichtigen Stellen. Dass hierzu auch die digitalen Schließsysteme gehören, ist sehr wichtig. Anbieter elektronischer Zutrittskontrolltechnik wie SimonsVoss integrieren beide Welten – Brandmeldetechnik und Zutrittskontrolle – zu einer wirksamen und schnell reagierenden Gesamtlösung.

Brandmeldeanlagen und Brandmeldezentralen in Kombination mit mechanischen Gebäudeeinrichtungen (z.B. Türschlössern) erfordern häufig die Einbeziehung von Personen. Für deren fachliche Ausbildung ist kontinuierlicher Schulungsaufwand notwendig, Fehlbedienungen sind in der Hektik eines Alarmfalles nicht auszuschließen. Die Problematik betrifft dann nicht nur die aus dem Gebäude Flüchtenden, sondern auch die zur Brandbekämpfung anrückenden Rettungskräfte, die unter Umständen nicht überall und schnell ins Gebäude gelangen. Aus diesem Szenario resultiert ein Gefahrenpotential, das bei den automatisierten Steuerungsabläufen digital unterstützter Brandmeldetechnik deutlich niedriger ist.

 

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Der Schlüsselbegriff der digital unterstützten Brandmeldetechnik heißt Vernetzung. Mit Auftreten des Brandfalls und Auslösen des Brandmelders läuft dieses Signal unmittelbar an die Brandmeldeanlage, parallel an die Feuerwehr und gleichzeitig auch an die digitalen Schließsysteme im Gebäude. Deren für den Alarmfall programmierter Befehl lautet „Türen freischalten“ – und so geschieht es. Damit haben auch die Rettungskräfte unmittelbaren Zutritt.

Digital unterstütze Brandmeldetechnik funktioniert aber auch offline. Hierzu wird entweder im Gebäude oder im Außenbereich an geschützter Stelle ein Feuerwehrschlüsseldepot mit digitaler Schließtechnik eingerichtet. Die Einsatzkräfte öffnen im Brand- oder Notfall den Schlüsseltresor und entnehmen dort das digitale Schließmedium (Karte, Transponder), für das an allen Türen eine Zutrittsberechtigung programmiert ist.