Digitale Schließtechnik senkt die Kosten bei Schlüssel-verlust deutlich

Das mechanische Schließsystem einer genossenschaftlichen Wohnanlage ist nur so sicher, wie die Bewohner sorgfältig mit den Schlüsseln umgehen. Betreiber von Wohnanlagen beklagen regelmäßig den Ärger mit den Nutzern und die hohen Kosten durch Schlüsselverluste. Diese stellen zudem ein Sicherheitsrisiko dar. Digitale Schließtechnik schafft Abhilfe, senkt die Kosten und erhöht gleichzeitig den Komfort.


Laut einer Studie der Deutschen Schlüsselversicherung geht alle 35 Minuten in Deutschland ein Schlüssel verloren. VdS Schadenverhütung hat berechnet, dass aufgrund der rund 800.000 verlegten Schlüssel pro Jahr ein Schaden von fast 100 Millionen Euro entsteht (Quelle: immobilienscout24.de). Je nach Gebäudegröße und Organisationsform der mechanischen Schließanlage kann der Verlust eines Generalschlüssels mit allen Folgekosten schnell fünfstellige Ausmaße annehmen.

Die SimonsVoss Technologies GmbH (Unterföhring bei München) bietet für Wohnanlagen flexible Systemlösungen an, die sowohl im Neubau wie in Bestandsgebäuden für Sicherheit sorgen, den Benutzern mehr Komfort bieten und die Kostenbelastung bei Schlüsselverlusten deutlich mindern.


Keine Probleme bei Schlüsselverlust

Nicht immer steht ein genügend großes Budget zur Verfügung, um das gesamte Gebäude mit allen Türen digital zu optimieren. Ein praktikabler Ansatzpunkt für den Einstieg in die digitale Schließtechnik ergibt sich bei Geschosswohnungsbauten, deren Hauseingangstüren über elektrische Türöffner verfügen. Hier kann mit dem digitalen Schlüsselschalter SmartRelais 2 von SimonsVoss nachgerüstet werden. Ein externer Dienstleister, z. B. ein Sicherheitsfachhändler und SimonsVoss Partner, oder der eigene Haustechniker managt das kostengünstige System für die Wohnungsgenossenschaft. Das weiße Aufputzgehäuse wird außen im Bereich des Türdrückers montiert, die integrierte Elektronik steuert den bestehenden Türöffner an. Ausgelöst wird der Öffnungsvorgang durch das Vorhalten eines individuell programmierten Transponders (Karte oder Chip-Tag). Verliert ein Wohnungsinhaber dieses Schließmedium, muss kein teurer Hauseingangstürschlüssel plus Zylinder ersetzt werden. Der Dienstleister erstellt (programmiert) einen Ersatztransponder. Sobald dieser zum ersten Mal eingesetzt wird, erlischt automatisch die Zugangsberechtigung des verloren gegangenen Transponders, der nun von niemand mehr genutzt werden kann. Damit ist die Sicherheit an der Hauseingangstür unmittelbar wiedergegeben. Ihre Eingangstüren zu den einzelnen Wohnungen können die Nutzer bei dieser Konstellation wie gewohnt weiterhin mit dem mechanischen Schlüssel öffnen bzw. verriegeln. Diese Basisversion des SmartRelais 2 kann problemlos erweitert werden, z. B. durch Integration der Hintereingänge. Da hier kein elektronischer Türöffner existiert, lässt sich der mechanische gegen einen digitalen Schließzylinder tauschen, der von den Hausbewohnern durch Vorhalten ihres persönlichen Transponders bedient wird. Das Management eines solchen Systems kann die Hausverwaltung offline realisieren und mit Hilfe dieses digitalen Systems auch Transponder für bestimmte Nutzer ausstellen,
z. B. Techniker.


Ausbaustufen bis zur Vollvernetzung möglich

Sollen Sicherheitsniveau und Komfort weiter erhöht werden, ist die Umrüstung der Kellertüren mit selbstverriegelnden Panikschlössern und elektronischem Beschlag möglich, Technikräume können mit elektronischem Zylinder ausgestattet und somit nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich gemacht werden. Auch in dieser Konfiguration erfolgt die Verwaltung des Systems offline. Das ändert sich erst bei vernetzten Lösungen – der höchsten Ausbaustufe für Wohnanlagen. Die Systemsteuerung erledigt die Hausverwaltung bzw. der Betreiber per PC mit VPN-Verbindung zum Objekt. In der vollvernetzten Variante werden über einen Router im Gebäude die einzelnen Schließeinheiten (Beschlag, Zylinder, SmartRelais) gesteuert, die wiederum von den Transpondern der Bewohner aktivierbar sind. Im Fall einer Wohnungsbesichtigung kann auch eine Fernfreigabe für den Zutritt ins Haus gewährt werden. Bei der teilvernetzten Systemlösung ist ein SmartRelais Controller im Gebäude zwischengeschaltet, von dem aus der SmartRelais-Leser am Hauseingang angesteuert wird, bei dem sich die Bewohner neue oder geänderte Zutrittsberechtigungen auf ihren Transponder laden. Ein zusätzlicher Vorteil für die Hausverwaltung besteht in der Möglichkeit, zeitlich begrenzte Schließberechtigungen zu vergeben (z. B. an Handwerker).

SmartRelais2 von SimonsVoss