Arneburg, eine malerische Kleinstadt in Sachsen-Anhalt. Sie liegt eingebettet in beeindruckende Landschafts- und Naturschutzgebiete wie das Biosphärenreservat „Mittlere Elbe“ und ein „NATURA-2000“-Gebiet. Wer inmitten der prächtigen Flora und Fauna wandert, radelt oder flaniert, kommt kaum auf die Idee, dass in unmittelbarer Nähe das modernste und größte Zellstoffwerk Europas beheimatet ist: die Zellstoff Stendal GmbH. Aus dem natürlichen Rohstoff Holz wird hier hochwertiger Langfaserzellstoff produziert, der weltweit bei der Herstellung von Druck- und Hygienepapier zum Einsatz kommt. Das von der EU-Kommission als das Referenzprojekt für die Definition der „Bestverfügbare Technik“ unter Umweltkriterien auserkorene Werk hat gleich mehrfach Modellcharakter: Nachhaltige Fertigung, Technik der Superlative und innovative Unternehmensführung sind in Arneburg vorbildlich vereint. Auch Werksicherheit wird groß geschrieben. Allerhöchste Maßstäbe erfüllt das digitale Schließ- und Zutrittskontrollsystem von SimonsVoss.
Über 300 Millionen Tonnen Papier werden alljährlich weltweit verbraucht. Für die Herstellung von einer Tonne Papier aus Zellstoff sind rund 2,2 Tonnen Holz erforderlich. Die Zellstoff Stendal GmbH ist der beste Beweis dafür, dass Zellstoff heute ökonomisch und zugleich ökologisch produziert werden kann. Spitzentechnologie, die eigene Holzernte, Spedition und Logistik sowie eine eigene Kläranlage und Energieversorgung tragen maßgeblich dazu bei. 580 Mitarbeiter aus Produktion, Verwaltung, Technik und Transport begleiten den Basiswerkstoff Holz auf seinem Weg zum fertigen Zellstoffprodukt.
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Holzauge, sei wachsam.
So beispielhaft die Kontrolle aller Umweltparameter, so vorbildlich sind auch die Sicherheitsvorkehrungen auf dem 80 Hektar großen Areal. Speziell in den Bereichen, die nicht nur tagsüber, sondern auch nachts und teilweise auch am Wochenende hoch frequentiert sind: spezielle Produktionsstätten, Lager, Labors, Verwaltungs- und Elektrobereiche, Umkleide- sowie Kontrollräume. Wie lässt sich hier der Zutritt Unbefugter von vornherein unterbinden? Wie im Bedarfsfall kontrollieren, wer wann in welchen Räumen war? Und wie steuert man die Zutrittskontrolle? Fragen wie diese beschäftigten Anfang 2004 Peter Grochalski, seines Zeichens Personalleiter bei der Zellstofffabrik. Denn spätestens zur Inbetriebnahme des neuen Werks im Juli 2004 sollte auch eine Schließanlage installiert sein. Nur welche? Grochalski hatte ganz klare Vorstellungen davon, welche Aufgaben die Anlage zu erfüllen hatte: „Wir wollten kein Fort Knox. Aber zeitgemäß sollte das Schließsystem schon sein – flexibel, sicher und einfach administrierbar.“ Ein mechanisches System kam für Grochalski grundsätzlich nicht in Frage: „Bei den vielen Schließungen pro Tag wäre das auf Dauer viel zu aufwändig gewesen – und viel zu teuer, vor allem bei Umzügen, Personalwechsel oder Schlüsselverlust.“ Stattdessen hatte er eine funkgesteuerte Zutrittsverwaltung im Visier.
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Wahrlich kein unbeschriebenes Blatt.
Papier gilt ja gemeinhin als geduldig. Nicht so in Arneburg: Personalchef Grochalski ist ein Mann der schnellen Entscheidungen. Nur knapp drei Monate dauerte es, bis er in dem digitalen Schließ- und Zutrittskontrollsystem 3060 des Technologie- und Marktführers SimonsVoss die ideale Lösung gefunden hatte. Kein anderer Anbieter konnte den Innovationen des Münchener Unternehmens Paroli bieten, meint Grochalski: „Für uns war das die mit Abstand zukunftsträchtigste und technisch eleganteste Lösung.“
SimonsVoss gilt als Paradebeispiel für innovative Digitaltechnik. Statt einer Unmenge von Schlüsseln für jede einzelne Schließanlage und Ausweiskarten für Zusatzfunktionen, gibt es hier nur noch einen einzigen, funkgesteuerten „Hightech-Schlüssel für alles“, den digitalen Transponder: Per Knopfdruck aktiviert dieser die digitalen Schließzylinder und Smart Relais (digitale Steuereinheiten) von SimonsVoss und öffnet so Türen, Tore, Schranken oder auch Aufzüge mit nur einem Klick.
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Astreine Verbindung.
Entscheidendes Kriterium für Grochalski: Das System ist modular aufgebaut, somit ausgesprochen flexibel, und bietet intelligente Erfassungs-, Protokoll-, Steuer- und Überwachungsmöglichkeiten, die zentral am PC verwaltet werden. SimonsVoss hatte zudem einen ganz besonderen Trumpf im Ärmel: das neue, funkbasierte WaveNet-Netzwerk. Es gilt als die derzeit komfortabelste und sicherste Schließanlagenvernetzung. Via WaveNet kann ein komplettes Gebäude batteriebetrieben vernetzt werden, ohne ein einziges Kabel zu ziehen. Dazu wird einfach neben einem digitalen Schließzylinder ein so genannter WaveNet Netzwerkknoten montiert. Dieser übermittelt alle relevanten Daten zwischen PC und den digitalen Schließkomponenten hochverschlüsselt über Funk.
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Beeindruckend einfach.
An dem PC sitzt Grochalskis Mitarbeiter Klaus Harbich, Leiter der allgemeinen Verwaltung. Er gerät direkt ins Schwärmen: „Funkgesteuerte Zutrittsverwaltung ist Komfort pur. Über die intuitive Matrix lässt sich ruckzuck für ganze Gruppen oder einzelne Mitarbeiter definieren, wer mit seinem Transponder zu welchem Raum Zugang hat und wer nicht.“ Der Clou dabei: Der Gang zum Schloss, an dem die gerade bei größeren Schließanlagen etwas zeitaufwändigere Detail-Programmierung stattfindet, entfällt. Harbich: „Ich muss nicht mal mehr aufstehen. Ich drücke nur auf den Knopf – und das System gibt per Funk sofort einzelnen oder allen Schlössern die entsprechenden Zutrittsrechte bekannt. Phänomenal!“ Grochalski stimmt in das Lob mit ein: „Unser Verwaltungsaufwand ist heute minimal, weil alle Änderungen – neue Mitarbeiter berechtigen, einzelne Transponder sperren oder Schließplan überarbeiten – quasi mit einem Knopfdruck erledigt sind.“
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Nichts für Holzwurm & Co.
Dank WaveNet sind Zutrittsdaten außerdem blitzschnell ausgelesen. Einmal am Tag werden sämtliche Informationen – Transponder-ID, Uhrzeit und Datum – vollautomatisch vom Programm gelesen und 12 Monate lang gespeichert. Grochalski erläutert, warum Auswertung und Dokumentation aller Zugriffe im Arneburger Werk so wichtig sind: „So können wir im Bedarfsfall, etwa bei unberechtigten Zutritten oder versuchtem Einbruch, sofort nachforschen, wer wann wo war oder wer versucht hat, in die betreffenden Räume zu gelangen.“
Im Zellstoffwerk ist alles up to date, so auch die Haupteingangstür und vier weitere Türen in Top-Security-Bereichen. Diese wurden mit einem anderen Glanzstück von SimonsVoss versehen: dem SmartRelais. „Selbst außerhalb der üblichen Werkszeiten ist dadurch maximale Sicherheit gewährleistet“, meint Grochalski und ergänzt: „Zu bestimmten Zeiten werden diese Türen automatisch via Magnetverschluss verriegelt. Von innen ist die Türöffnung immer per Knopfdruck möglich, von außen kommt aber per Transponder wirklich nur rein, wer die Zugangsberechtigung für dieses Schloss hat.“
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Zuweilen auch papierlos glücklich.
Der komfortable SimonsVoss-Transponder hatte bei den technikaffinen Arneburgern sofort einen Stein im Brett. Vor allem der mit integriertem Kantinenchip. Damit können alle fest angestellten Mitarbeiter nicht nur die ihnen zugewiesenen Gebäude und Räume betreten, sondern auch bequem bargeldlos im Betriebsrestaurant bezahlen. Das werkseigene elektronische Kassensystem lädt immer automatisch bis zu maximal 25 Euro auf den Chip. Und was tut man bei Ebbe im „Portemonnaie“? Grochalski hilft auf die Sprünge: „Sind die 25 Euro aufgebraucht, wird der Kollege bei der bargeldlosen Bezahlung per Display der Kassenanlage informiert. Dann lädt er ihn einfach wieder neu an der Kasse auf.“ Der „Mini-Schlüssel“ signalisiert ebenso, wenn seine Batterie zur Neige geht – doch das kann dauern: Bis zu einer Million Mal lässt er sich betätigen, ist also sehr sparsam.
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Von außergewöhnlichem Format.
Rund 600 Transponder mit und ohne Kantinenchip wurden ab Juli 2004 in der Fabrik ausgegeben. Da waren die mehr als 50 kabelfreien, digitalen Schließzylinder in den vorgesehenen Werkzonen schon längst installiert. Die Funkvernetzung erfolgte etwas später. Personalleiter Grochalski zeigt sich begeistert: „Kein Kabelziehen, keine Eingriffe an Türen, kein Schlüsselklimpern, kein teures Umrüsten bei Schlüsselverlust. Das System von SimonsVoss ist innovativ, sicher, extrem praktisch und hat sich für uns allemal gelohnt.“ Er hat es keine Sekunde bereut, einen großen Bogen um eine herkömmliche, mechanische Lösung gemacht zu haben: „Bei Unternehmen mit komplexen Schließplänen ist alleine schon der Verwaltungsaufwand sehr hoch. Wenn man alles zusammenrechnet – Personalkosten für das Handling, Zertifizierungen, das ständige Bestellen und Austauschen neuer Schlüssel und kompletter Schlösser – das wird auf Dauer ganz schön teuer. Dann lieber einmal richtig.“