VW Sachsen GmbH:
Serienreifes Allroundtalent.

 

Mexiko, 10. Juli 2003: Der letzte VW-Käfer rollt vom Band – und mit ihm eine Legende. Als Symbol des deutschen Wirtschaftswunders, Filmstar und Kultobjekt fuhr sich der kugelige Wagen in die Herzen ganzer Generationen. Nach wie vor ist er ein wichtiger Sympathieträger des viertgrößten Automobilkonzerns der Welt: Volkswagen. Heute bieten die Wolfsburger einen Markenmix der Extraklasse: Da finden sich Volkswagen-Pkw und -Nutzfahrzeuge, Škoda, Audi und SEAT ebenso wie die schillernden Namen Bentley, Bugatti, Lamborghini und Phaeton. Alle 44 Fertigungsstätten weltweit – ob im heimischen Europa oder im fernen Asien – unterliegen strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Auch die Volkswagen Sachsen GmbH in Mosel, Produktionsdrehscheibe für den Golf und die Passat Limousine und Hersteller von Bentley- und Phaeton-Karosserien. Das 1.800.000 Quadratmeter große Werksgelände wird nun sukzessive mit dem digitalen Schließsystem von SimonsVoss ausgestattet.

In einer der traditionsreichsten Automobilbauregionen Deutschlands entstand 1990 die Fahrzeugfertigung Zwickau-Mosel der Volkswagen Sachsen GmbH. Manpower und Power-Autos gehören hier untrennbar zusammen: Mit Hilfe der rund 6.200 Mann starken Belegschaft rollten bislang schon über 2,7 Millionen Golf und Passat hinaus in die Welt.

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Sicherheits-Check im Sachsenland.

Wo täglich bis zu 1.200 Autos gebaut werden, ist Sicherheit oberstes Gebot. Und die hat bei VW viele Facetten: Mitarbeiter müssen vor Unfällen, Gebäude, Inventar, Technik und Anlagen vor Feuer, Diebstahl, Einbruch und Sachbeschädigung geschützt werden. Hinzu kommt: Vieles ist vertaulich. Pläne, Daten und Konstruktionsunterlagen dürfen zu keiner Zeit das Werk verlassen. Auf Nummer sicher fährt man da nur mit einer Schließanlage, die lückenlos überwacht, wer Zugang zu welchen Gebäuden und Top-Sicherheitsbereichen hat. In Mosel wird das Schließwesen schon seit den Neunzigern von der „Schlüsselschlosserei“ des Bereichs Werksicherheit organisiert und verwaltet. Damals bestand das VW-Werk nicht wie heute aus 28, sondern nur aus fünf Gebäuden, und war mit einem mechanischen System abgesichert.

Jens Riedel, verantwortlich für die Schlüsselschlosserei erinnert sich: „Das Werk wurde schnell größer – und mit ihm die Herausforderungen . Denn man kann bei der Mechanik generell nur beschränkt auf Strukturänderungen reagieren. Ein Zylinder ist immer einer bestimmten Struktur zugeordnet. Ändert sich die, wandert der Zylinder mit – und da stoße ich schnell an Grenzen.“ Was tun bei verloren gegangenen Hauptgruppenschlüsseln? Mit Zylindern, die nicht in neue Türen passen? Ausbauen oder aus Kostengründen drin lassen – und damit ein verschlepptes Sicherheitsproblem in Kauf nehmen? Ganz abgesehen von einem enormen Verschleiß der sensiblen mechanischen Teile. Ein Spurwechsel in Form einer neuen Anlage war erforderlich. Bei einer Messe stieß Riedel im Jahr 2000 auf die damals völlig neuartige digitale Schließtechnologie von SimonsVoss.

Mit seinem System 3060 ist SimonsVoss zum Markt- und Technologieführer für digitale, batteriebetriebene Schließ- und Zutrittskontrollsysteme avanciert. Unabhängig von Firmengröße, Anzahl der Zylinder und Nutzer lassen sich damit unzählige Aufgaben flexibel, sicher und PC-basiert steuern: Schließung, selektive Zutrittskontrolle und -auslese oder das Aktivieren von Alarmanlagen. Mit nur einem Knopfdruck öffnet anstelle des Schlüssels ein kleines, digitales Universalgenie – der Transponder – beliebig viele Türen, Schranken und Tore, steuert Aufzüge, Maschinen und Licht.

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Alle Tests mit Bravour bestanden.

Auch die Führungsmannschaft war von der schlüssellosen Welt schnell angetan. In der Pilothalle von VW Sachsen wurde das neue System zunächst drei Monate getestet. Nach bestandener Bewährungsprobe startete VW in Mosel 2002 endgültig durch: In einem der Sicherheitsbereiche, der Bentley-/ Phaeton-Produktion, wurden digitale Schließzylinder mit Protokollfunktion und parallel dazu eine komplette Türüberwachung eingebaut. Riedel: „Unsere Top-Sicherheitsbereiche sind so optimal abgesichert. Bei unerlaubtem Zutritt können wir jetzt in Windeseile auslesen, wer wann wo war. Außerdem erfolgt sofort automatisch eine Alarmmeldung an uns und die Werksicherheit.“ Zusätzlicher Schutz: Jede Datenübertragung per Funk erfolgt verschlüsselt – ist somit fälschungs- und abhörsicher. Und weil die gesamte Elektronik im gesicherten Zylinderinneren sitzt, sind auch Vandalismus oder Manipulationen ausgeschlossen.

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Werk der kurzen Wege.

Und weil alle Elemente über eine eigene Batterie verfügen, muss beim Ein- oder Umbau eines Zylinders oder einer anderen SimonsVoss-Innovation, des digitalen SmartRelais, kein einziges Kabel gelegt werden. Entsprechend fix geht die Montage, bestätigt Riedel: „Das ist eine Sache von Minuten.“ Als intelligente Schnittstelle sorgt das SmartRelais via Transponder für die Betätigung von Außentoren. Ein Klick – und alle, die dürfen, haben freie Fahrt.

Cockpit und Steuerzentrale für sämtliche Zutrittsrechte, Neu- und Umprogrammierungen ist der PC. Jens Riedel, der das Betriebsgelände wie aus seiner Westentasche kennt, hat vorab eine systematische Struktur für den Schließplan ausgetüftelt. „Man muss das von Anfang an sauber aufsetzen.“ Seit kurzem navigiert er mit der Locking-System-Management-Software (LSM). Die bietet noch mehr Features wie Filtern, Suchen und Sortieren. Per Mausklick kann er sich jeden Gebäudegrundriss anzeigen lassen, sieht, wer welche Räume betreten darf und wo welche Zylinder eingebaut sind. „Selbst bei über 500 Schließungen pro Tag habe ich jederzeit den Überblick und kann alle notwendigen Änderungen vornehmen, ohne einmal meinen Platz zu verlassen.“

Riedel zieht eine positive Bilanz: „Die Zuordnungen, zu denen ich früher bei der Mechanik gezwungen war, fallen komplett weg. Wenn sich heute die Nutzung eines Raumes oder eines Mitarbeiters ändert, dann gebe ich dem Zylinder einfach einen anderen Namen.“ Auch Schlüsselverlust ist kein Thema mehr. Ist mal ein Transponder weg, wird er direkt gesperrt. Fertig.

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Klare Linienführung.

Ob beim Golf-GTI oder königlichem Bentley Continental GT: Bei VW sind klare Linien Trumpf. Deshalb fiel auch im Sommer 2006 die Entscheidung, auf lange Sicht nur noch ein einziges Schließsystem in Mosel einzusetzen – das von SimonsVoss. Seitdem wird das ganze Werk im wahrsten Sinne des Wortes sukzessive „digitalisiert.“ Rund 25 Prozent aller Werksgebäude sind bereits mit der neuen Technik versehen. Das Nutzer-Feedback ist sehr gut. „Die meisten Kollegen und Vorgesetzten sind begeistert, denn sie sind ihren Schlüsselbund los. Außerdem dient das alles auch ihrer eigenen Sicherheit.“

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Weiterhin gute Fahrt.

Auch sonst gab’s keinerlei Reparaturen oder Pannen. Jens Riedel bescheinigt dem System 3060 uneingeschränkten Fahrspaß. „In Großunternehmen ist alles sehr schnelllebig und es gibt Umstrukturierungen. Da muss ein Schließsystem nicht nur extrem sicher und flexibel sein, sondern auch von Anfang an und bis auf den letzten Mitarbeiter gut durchdacht sein. Die Digitaltechnik ist hierfür perfekt und sehr viel wirtschaftlicher.“ Auch den Kundenservice lobt er als kompetent und schnell.