Siemens AG Duisburg:
Entspannter Zutritt zum Werksgelände.

 

1866 war für Werner von Siemens, einen der begnadetsten deutschen Erfinder, ein magisches Jahr. Mit der Entdeckung des dynamoelektrischen Prinzips und dem Bau der ersten Dynamomaschine machte er die ökonomische Nutzung elektrischer Energie überhaupt erst möglich. 1866 markiert somit auch die Geburtsstunde der modernen Elektrotechnik – bis heute einer der wichtigsten Geschäftsbereiche der nach ihm benannten Siemens AG. Als leuchtendes Vorbild für die Entwicklung und Bereitstellung modernster Technologien zur sicheren, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Energieversorgung gilt heute der Siemens-Bereich Power Generation (PG) in Duisburg, einer der weltweit führenden Anbieter für Kraftwerkstechnik und Windenergie. Für lückenlose Sicherheit beim Zutritt auf das Werksgelände sorgt die digitale Schließtechnik von SimonsVoss.

Siemens-PG entwickelt und baut auf der ganzen Welt fossil befeuerte Kraftwerke und Komponenten zur Stromerzeugung, Windkraftanlagen sowie mechanische Antriebe und Kompressoren für industrielle Anwendungen. Der Standort Duisburg mit rund 2.000 Mitarbeitern ist Sitz der Zentrale des PG-Geschäftsgebiets „Industrial Applications“: Hier sind die Aktivitäten der Verdichterfertigung, das Kompetenzzentrum mit Komplettlösungen für den Zukunftsmarkt Öl und Gas sowie die weltweite Service-Zentrale des Geschäftsbereichs konzentriert.

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Anbieterwechsel unumgänglich.

Das Duisburger Werk steht sozusagen ständig „unter Strom“. Erst recht das 14-köpfige „Hausservice“-Team unter der Leitung von Gerwers, das sehr vielfältige Aufgaben abdeckt. Samir Bajramovic beispielsweise ist der zuständige Projektleiter für das Zutrittskontrollmanagement vor Ort. Vor einiger Zeit war da die Lage etwas angespannt: „Wir hatten ein mechanisches Schließsystem, mit dem wir aber aufgrund unseres schnellen Wachstums irgendwann die organisatorischen Strukturen nicht mehr abbilden konnten. Und jedes Mal, wenn ein Schlüssel verloren ging, stand man vor der Frage: Zylinder ausbauen oder nicht? Ein kostspieliges Sicherheitsrisiko.“ Und auf Dauer natürlich inakzeptabel.

Nur ein neues Schließsystem konnte die dringend erforderliche Sicherheit wiederherstellen. Das Team um Gerwers schritt energisch zur Tat, holte Informationen zu diversen Anbietern und Systemen ein, führte Gespräche – und ein knappes halbes Jahr später, im Februar 2004, brachte eine Ausschreibung die endgültige Entscheidung: Klarer Sieger war SimonsVoss, mit seinem digitalen Schließ- und Zutrittskontrollsystem 3060.

„Neben der Sicherheit waren für uns die Qualität und unbegrenzte Skalierbarkeit des Systems am wichtigsten, um unabhängig von Werksstruktur und -erweiterungen jederzeit schnell reagieren zu können. Eine Minimierung des Verwaltungs- und Kostenaufwands stand auch ganz oben auf der Liste; konkret sollten das komplizierte Ändern der Schließrechte und hohe Verluste durch verlorene Schlüssel ausgeschlossen werden“, so Gerwers. Kein absolutes Muss, aber dennoch ein Auswahlkriterium war die Option zur Rückverfolgung bzw. Zutrittsauslese, die SimonsVoss gewährleisten konnte.

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Der Schlüssel zu mehr Schutz.

Mit seiner innovativen Digitaltechnik ist das Münchener Unternehmen SimonsVoss seit Jahren führend auf dem Gebiet batteriebetriebener Schließ- und Zutrittskontrollsysteme. Die Software-basierte Schließplanverwaltung, gepaart mit ausgeklügelter Technik, garantiert höchste Sicherheitsstandards. Ein kleiner Transponder – der „Schlüssel“ für unbegrenzte Möglichkeiten – steuert digitale Schließzylinder berührungslos über Funk an und öffnet so Türen, bedient Garagen, Tore, Aufzüge oder auch Schranken.

Im Juni 2004 fiel der Startschuss zur Umstellung des Duisburger Werksgeländes auf die neue Digitaltechnik. Und das ist nicht gerade klein: Es umfasst insgesamt 10 Verwaltungs- und Bürogebäude sowie derzeit 12 Fertigungshallen; die Nummer 13, eines der weltweit größten und modernsten Test-Center für die Montage und Erprobung von großen Verdichtersträngen für Megaanlagen der Öl- und Gasindustrie, soll im März 2007 fertig sein. Als Projektleiter hatte Samir Bajramovic zu Beginn alle Hände voll zu tun. „Im Zuge der Umrüstung wurden zunächst sämtliche Gebäude inklusive aller Räume und Türen umbenannt, so dass der Schließplan für unser Werk sauber am PC aufgesetzt werden konnte“, erzählt er. Mit der übersichtlichen Locking-System-Management-Software (LSM) von SimonsVoss gelingt die Schließplanverwaltung – und damit die zentrale Steuerung der Gebäudesicherheit – perfekt. Ob Schlüssel abhanden kommen, Umzüge in ein fertig gestelltes Gebäude anstehen, Zutrittsrechte für Mitarbeiter anzulegen, zu ändern oder wegen Verlassen des Werks zu löschen sind: Bajramovic kann alle intern erforderlichen Umprogrammierungen und Änderungen mit nur wenigen Mausklicks am PC umsetzen – und zwar in Echtzeit. „Die Schließstruktur für ein so großes Werk ist schon eine Herausforderung und will vorher gut überlegt sein, aber das hat auch Spaß gemacht. Durch die zuverlässige, flexible Online-Verwaltung haben sich Kosten- und Zeitaufwand für unser Zutrittsmanagement erheblich reduziert.“

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Sehr sparsam, sehr sicher.

Völlig unkompliziert geht auch der Einbau eines Schließzylinders vonstatten. Weil jeder digitale Zylinder exakt den Normen eines herkömmlichen mechanischen Zylinders entspricht und über eine eigene Stromversorgung verfügt – 150.000 Betätigungen bewältigt die sparsame Batterie spielend – ist er in der Regel in Minutenschnelle eingebaut. Umständliche, zeitintensive Verkabelungen an Tür oder Rahmen? Fehlanzeige. Nachträgliche Änderungen oder Erweiterungen sind ebenso kein Problem. Und maximale Sicherheit gibt’s obendrein. Denn die Zylinder von SimonsVoss sind nicht nur VdS und BSI zertifiziert, sondern durch die Speicherung aller Daten im behüteten Gehäuseinneren und verschlüsseltem Datentransfer dank ständig wechselnder Crypto-Codes auch vor Missbrauch und Sabotage geschützt.

Zusätzlich punkten konnte das System von SimonsVoss mit der Möglichkeit der Zutrittsauslese. Um im Bedarfsfall nachvollziehen zu können, wer wann welches Gebäude betreten hat, sind in ausgewählten, sensiblen Bereichen, wie Elektro- oder Klimaräumen, Zylinder mit Zutrittsprotokollierung im Einsatz. Bajramovic: „Der Grund ist, dass dort auch Fremdfirmen arbeiten. Und so können wir Sicherheitsrisiken ausschließen.“

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Gespannt auf die Zukunft.

Den Technikexperten Gerwers und Bajramovic zufolge sind die Vorteile, die eine digitale Schließanlage bietet, unschlagbar. So sagt Samir Bajramovic: „Ich würde das jedem Unternehmen empfehlen, denn die Sicherheit ist auch in 10 oder 20 Jahren immer noch genauso gegeben wie am Anfang. Und man kann die Schließanlage exzellent pflegen – selbst bei Tausenden von Nutzern und sehr vielen Türen.“ Klagen in puncto Kosten? Nichts dergleichen. „Ein digitales System ist zwar in der Anschaffung teurer, aber das amortisiert sich bald. Ich kann nur sagen: Es geht alles viel schneller und ist auf Dauer erheblich günstiger.“ Bis dato sind rund 2.500 Transponder im Umlauf bzw. auf Reserve und etwa 1.400 Zylinder eingebaut. Doch schon bald ist das neue Mega-Test-Center fertig: Das wiederum bedeutet zusätzliche Türen – und weitere Herausforderungen für das „Hausservice-Team.